Zeichnen, Kratzen, Schieben, Legen, Schneiden

Technik und Ästhetik der abstrakten Animationskunst
Vortrag von

Anton Fuxjäger

Diplom- und Doktoratsstudium an der Universität Wien (Theaterwissenschaft, Philosophie, Germanistik). Seit 1991 Mitarbeiter am Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft an der Universität Wien und Leiter der Videothek.

Video
Veranstaltungsreihe

Workshop "Animierte Theorien"

Flyerausschnitt: Animierte Theorien, Filmstill aus: Zsuzsanna Werner, The Way to M (A 2011)

"Animation" ist innerhalb der deutschsprachigen Kunst-, Film- und Medienwissenschaft ein Begriffs- und Themenfeld, das in den letzten Jahren einen enormen Aufschwung erfahren hat. Im Workshop "Animierte Theorien" werden die Forschungsergebnisse in Österreich realisierter Projekte vorgestellt und somit erstmals der Stand der österreichischen Animationsfilmforschung erhoben. Vortragende aus der Schweiz und Deutschland geben mit Berichten ihrer Forschungsaktivitäten zusätzliche Einblicke.

Samstag, 3. Dezember 2011 - 14:30
Universität für angewandte Kunst, Seminarraum A, Oskar Kokoschka-Platz 2, A-1010 Wien

Die Geschichte der abstrakten Laufbilder ist eng verknüpft mit jener der Animationskunst. Die Verwendung von Live-Aufnahmen zur Erzeugung gegenstandsloser Bewegtbildformen ist die Ausnahme, die Anwendung unterschiedlicher Animationstechniken die Regel. Viele dieser Techniken wurden zuerst bei der Herstellung von ungegenständlichen Filmen angewandt, die entsprechenden Verfahren nicht selten von den Künstlern selbst entwickelt. Im zweiten Teil meines Vortrags werde ich ein Konzept für die Analyse der Ästhetik dieser Laufbilder vorstellen – ausgehend von der Prämisse, dass die 'rhythmische Organisation von Zeit' mit rein abstrakten optischen Mitteln ihre wesentliche gestalterische Dimension ist.