Verwendungsweisen des Authentizitätsbegriffs bei Adorno und Kluge

Vortrag von

Harro Müller

Lehrt seit 1993 Neuere Deutsche Literatur, Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Columbia University in New York. Forschungsschwerpunkte: Theorie und Geschichte der Moderne, Kritische Theorie, Systemtheorie.

Letzte Buchpublikationen: Zus. mit Susanne Knaller (Hg.): Authentizität. Diskussion eines ästhetischen Begriffs, München: Fink 2006; Gegengifte. Essays zu Theorie und Literatur der Moderne, Bielefeld: Aisthesis 2009.

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Veranstaltungsreihe

Symposium: Die Frage des Zusammenhangs

Ausschnitt aus dem Plakat zum Symposium: Alexander Kluge im Kontext

Informationen zum Symposium: Alexander Kluge im Kontext, 7.-9.10.2010

 

Alexander Kluges Werk ist ein stetig anwachsendes work in progress, das sich über den permanenten Wechsel der Medien artikuliert: Literatur, Film, Fernsehen, Internet, Medien- und Gesellschaftstheorie – auf diesen Feldern arbeitet Kluge seit einem halben Jahrhundert am mikrologischen Modell einer kommunizierenden Gegenöffentlichkeit, einem kritischen Modell, in dem die Asymmetrie zwischen AutorInnen und RezipientInnen weitgehend eingezogen scheint: "Der Film entsteht im Kopf des Zuschauers."

Freitag, 8. Oktober 2010 - 16:30
Campus Universität Wien / Aula, Spitalgasse 2/Hof 1, A-1090 Wien

Für Adornos Ästhetische Theorie ist der Authentizitätsbegriff zentral. Dessen mehrdeutige Verwendungsweise wird innerhalb der Adornoschen Philosophie lokalisiert, anschließend Ähnlichkeiten, aber auch gravierende Unterschiede zwischen Adorno und Kluge bestimmt. Verglichen werden der Authentizitätsbegriff, der Realismusbegriff und die theoretische Architektur.