Singularität und lange Dauer
Der Vortrag lotet aus, inwiefern Alexander Kluges Blick auf die Geschichte ein vom Film inspirierter Blick ist, oder vielmehr: eine Theorie der Geschichte, die sich am Wahrnehmungsmodell Film/Kino orientiert. In einem zweiten Schritt wird seine idiosynkratische Filmtheorie der Geschichte mit den historiographischen Entwürfen Walter Benjamins und Siegfried Kracauers aber auch denen der Annales-Schule vernetzt. Von besonderem Interesse sind Konzeptionen und Konkretionen eines spezifischen Dingbegriffs und dessen Verhältnis zur Montage als Zeitkunst. Schwerpunktmäßig wird sich der Vortrag mit dem Film Die Patriotin (1979) und dem aktuellen Marx-Eisenstein-Projekt beschäftigen und dabei nach einer Logik des Phantastisch-Konkreten Ausschau halten.
