Oberhausen und die Ästhetik der 1960er Jahre

Vortrag von

Jörg Becker

Freier Autor und Filmhistoriker; Mitarbeiter der "späten" Filmkritik, Texte für Printmedien und Hörfunk; zeitweilig Assistent und Koautor bei Harun Farocki, freier Mitarbeiter der Deutschen Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen Berlin, Dozent an der Deutschen Film- und Fernsehakademie; Studien für eine Sammlung filmischer Ausdrücke (u. a. in FilmGeschichte); Publikation zuletzt: Wolfdietrich Schnurre. Kritiker (Hg. Rolf Aurich, Wolfgang Jacobsen): Film&Schrift, Bd. 11, 2010; Beiträge u. a.

Video
Veranstaltungsreihe

Provokation der Wirklichkeit. 50 Jahre Oberhausener Manifest

Ausschnitt aus dem Plakat zum Symposium

Das Wiener Symposium zu 50 Jahre Oberhausener Manifest, 7.-8.6.2012 im Österreichischen Filmmuseum

Donnerstag, 7. Juni 2012 - 15:00
Österreichisches Filmmuseum, Augustinerstraße 1, A - 1010 Wien

Ein berühmtes Foto zeigt die Unterzeichner des Oberhausener Manifests aus einer schrägen Aufsicht; sie tragen Mäntel, Sonnenbrillen, schmale Schlipse und schauen ostentativ nach oben ins Objektiv des Fotografen, oder ostentativ nicht. Sie repräsentieren, so würde man retrospektiv sagen, "Le Cool" der 1960er Jahre. Als Industrie- und Dokumentarfilmer hatten die meisten das Handwerk gelernt, und ihre Filme aus der Zeit vor dem Manifest sind mehr dem Lebensstil der 1960er Jahre verpflichtet als der künstlerischen Weltinterpretation. Ihre ersten Spielfilme, die retrospektiv als Beginn des Neuen deutschen Films gewertet wurden, feiern die ästhetische Moderne der 1960er Jahre. Mein Beitrag wird der alten und neuen Faszination an der 1960er-Ästhetik nachgehen.