'Moskau 1957', 'Jazz im Kreml', 'Moskau ruft!'

Varianten und Fassungen eines fast vergessenen Films
Vortrag von

Franziska Latell

Geb. 1983. Diplom-Kommunikationswirtin. Angehende Doktorandin an der Universität der Künste Berlin; 2004–2011 Studium an der UdK, Schwerpunkt: Audiovisuelle Kommunikation. 2008–2012 wissenschaftliche Mitarbeiterin und Kuratorin in der Deutschen Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen, Berlin. Seit 2010 wissenschaftliche Mitarbeiterin und Projektkoordinatorin in der Akademie der Künste Berlin (Bertolt-Brecht-Archiv und Archiv für Darstellende Künste).

Veranstaltungsreihe

Provokation der Wirklichkeit. 50 Jahre Oberhausener Manifest

Ausschnitt aus dem Plakat zum Symposium

Das Wiener Symposium zu 50 Jahre Oberhausener Manifest, 7.-8.6.2012 im Österreichischen Filmmuseum

Freitag, 8. Juni 2012 - 11:00
Österreichisches Filmmuseum, Augustinerstraße 1, A - 1010 Wien

Drei Titel – mehr als fünf Fassungen: der erste Film von Peter Schamoni und Jost Vacano. Bekanntlich existiert ein Konzept vom einmaligen, ursprünglichen materiellen Original für die multiple Kunst des Films nicht. Jede Filmkopie ist immer ein singuläres ästhetisches Objekt, und so können zu einem Filmtitel mehrere, sich voneinander unterscheidende originale Artefakte existieren – nach- und nebeneinander. Anhand einer Analyse der Werkgenese und Überlieferungen des ersten Films von Schamoni und Vacano wird einmal mehr deutlich, dass nicht nur der filmische Originalbegriff, sondern auch die Filmgeschichtsschreibung sich gegenüber dem Multiplen, Reproduzierbaren, dem Seriellen und Fragmentarischen öffnen muss. Die Referentin bedankt sich bei der Schamoni Film und Medien GmbH für die großzügige Unterstützung bei der Forschung im Nachlass von Peter Schamoni.