Kluge im Netz

Vortrag von

Ramón Reichert

Professor für Neue Medien am Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Universität Wien. Lehre der Medientheorie und Kulturwissenschaft an der Johannes Kepler Universität Linz, am Mozarteum Salzburg und an der Donau-Universität Krems. Forschungs- und Lehraufenthalte u.a. in Berlin (HU), Bochum, Canberra (ANU), Columbia (SC), London und Zürich. 2008/09: Research Fellow am Internationalen Forschungszentrum Kulturwissenschaften (IFK) in Wien. Forschungsschwerpunkte: Soziale Medien, Online-Medien, Gaming-Kultur, Digitale Ästhetik, Netzkritik und Visuelle Politik.

Video
Veranstaltungsreihe

Symposium: Die Frage des Zusammenhangs

Ausschnitt aus dem Plakat zum Symposium: Alexander Kluge im Kontext

Informationen zum Symposium: Alexander Kluge im Kontext, 7.-9.10.2010

 

Alexander Kluges Werk ist ein stetig anwachsendes work in progress, das sich über den permanenten Wechsel der Medien artikuliert: Literatur, Film, Fernsehen, Internet, Medien- und Gesellschaftstheorie – auf diesen Feldern arbeitet Kluge seit einem halben Jahrhundert am mikrologischen Modell einer kommunizierenden Gegenöffentlichkeit, einem kritischen Modell, in dem die Asymmetrie zwischen AutorInnen und RezipientInnen weitgehend eingezogen scheint: "Der Film entsteht im Kopf des Zuschauers."

Samstag, 9. Oktober 2010 - 15:00
Campus Universität Wien / Aula, Spitalgasse 2/Hof 1, A-1090 Wien

Heute zählt die persönliche Homepage zu den gängigen Medienformaten der medialen Selbstdarstellung. Auch Alexander Kluge verfügt über eine eigene Homepage (www.kluge-alexander.de). Welche 'Produktions-, Darstellungs- und Rezeptionsästhetik' kommuniziert seine Webseite? Sie nutzt das Internet vorrangig als Distributionsmedium und einseitigen Medienkanal. Ihr Webdesign nutzt spezifische Darstellungsformen, die sie den 'Traditionslinien' der Druckmedien und deren Repräsentationen und Praktiken entnimmt. Kluges offizielle Webseite übernimmt mehr oder weniger unreflektiert Nutzungsformen und -inhalte wie sie aus den Bereichen der klassischen Informationsmedien, also der Zeitungen, Bücher, Karten, Plakate oder Flugblätter bekannt sind und orientiert sich an der Schrift- und Buchkultur. Hiermit referiert sie auf die ästhetischen Konventionen traditioneller Selbstinszenierungen und kultureller Stabilisierungssysteme.