Direct Film

Vortrag von

Gabriele Jutz

Filmwissenschaftlerin, sie lehrt an der Universität für angewandte Kunst in Wien. Lebt in Wien.

Video
Veranstaltungsreihe

Workshop "Animierte Theorien"

Flyerausschnitt: Animierte Theorien, Filmstill aus: Zsuzsanna Werner, The Way to M (A 2011)

"Animation" ist innerhalb der deutschsprachigen Kunst-, Film- und Medienwissenschaft ein Begriffs- und Themenfeld, das in den letzten Jahren einen enormen Aufschwung erfahren hat. Im Workshop "Animierte Theorien" werden die Forschungsergebnisse in Österreich realisierter Projekte vorgestellt und somit erstmals der Stand der österreichischen Animationsfilmforschung erhoben. Vortragende aus der Schweiz und Deutschland geben mit Berichten ihrer Forschungsaktivitäten zusätzliche Einblicke.

Freitag, 2. Dezember 2011 - 16:30
Universität für angewandte Kunst, Seminarraum A, Oskar Kokoschka-Platz 2, A-1010 Wien

In meinem Beitrag soll es um zwei Formen von direct animation gehen: Handmade film und 'autogenerativer" Film. Während der handmade film durch eine mehr oder weniger unmittelbare Berührung zwischen dem Filmstreifen und der Hand des/der Ausführenden zustande kommt, entsteht der autogenerative Film ohne manuellen Zugriff, das heißt gleichsam 'selbsttätig', als Ergebnis optischer, chemischer, biologischer, thermischer oder auch zeitlicher Prozesse. Anhand repräsentativer Beispiele (Len Lye, Su Friedrich, David Gatten) sollen sowohl die theoretischen als auch die politisch-ideologischen Implikationen von Direktverfahren zur Diskussion gestellt werden.