Der geklonte Prometheus

Animationsaspekte im Werk Vlado Kristls
Vortrag von

Franziska Bruckner

Assistentin in Ausbildung am Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Universität Wien; Redaktionsmitglied bei [rezens.tfm]. Seit 2010 Mitkoordinatorin der AG-Animation der Gesellschaft für Medienwissenschaft e.V. Dissertationsprojekt über Hybride des Animations- und Realfilms. Wichtigste Publikationen: Malerei in Bewegung. Studio für experimentellen Animationsfilm an der Universität f. angewandte Kunst Wien. Springer, 2010. Mitherausgeberin von Maske und Kothurn 56/4. Techniken der Metamorphose. Positionen zum Animationsfilm. Böhlau, 2010.

Video
Veranstaltungsreihe

Der Mond ist ein Franzose. Workshop zu Vlado Kristl

Coverausschnitt von Vlado Kristl. Der Mond ist ein Franzose

Anlässlich der Veröffentlichung der aktuellen Ausgabe von Maske und Kothurn mit dem Titel "Vlado Kristl / Der Mond ist ein Franzose" veranstalten die HerausgeberInnen einen zweitägigen Workshop.

Samstag, 19. November 2011 - 10:30
KUNSTHALLE wien, Ursula Blickle Videolounge, Museumsquartier, Museumsplatz 1, A-1070 Wien

Im Gegensatz zu den Produktionsbedingungen des Realfilms, bieten experimentellere Formen des Animationsfilms grundsätzlich die Umsetzungs-Möglichkeiten, die Vlado Kristls spontaner Arbeitsweise und seinem Ideal vom 'Nicht-Film' am ehesten entsprechen. Kristl wäre allerdings nicht Kristl, würde er nicht auch der Filmgattung Animation mit vehementer Destruktion begegnen: Dies äußert sich u. a. in der Abstraktion von Figuren und Settings, der Dekonstruktion literarischer Vorlagen und durch die Nichteinhaltung der Grundregel des (Animations-)Films schlechthin, der Kreation einer Bewegungsillusion. Im Vortrag werden anhand der Animationsfilme Prometheus und Der Letzte Klon einige Strategien von Vlado Kristls 'Nicht-Animation' skizziert ohne den Filmen ihren Animationsaspekt zur Gänze abzusprechen.